Broken Tales – ein düsteres Pen-&-Paper-Rollenspiel, in dem bekannte Märchenfiguren als Bösewichte im Mittelpunkt stehen und Geschichten über Macht, Kontrolle und moralische Grauzonen entstehen.
Fokus
1. Soziale Dynamiken
2. Konflikte & Kämpfe
Genre
Spielart
Multishot
~Preis
55 €
Story & Charaktere
Kämpfe
Intrigen
Improvisation
Das ist Broken Tales
Broken Tales ist ein Dark-Fantasy-Pen-&-Paper-Rollenspiel, das klassische Märchen aus einer ungewohnten Perspektive betrachtet. Spieler*innen verkörpern die Antagonist:innen bekannter Erzählungen – Wesen, die traditionell als Monster, Hexen oder Tyrannen gelten. Statt Heldentum stehen Verantwortung, Schuld und Kontrolle im Fokus. Das Spiel richtet sich an Gruppen, die erzählerisch dichte Geschichten schätzen und bereit sind, Entscheidungen mit spürbaren Konsequenzen zu treffen.
Die Atmosphäre von Broken Tales
Der Wald liegt still, als würde er lauschen. Kein Wind bewegt die Äste, doch irgendwo knackt Holz, langsam und bewusst. Zwischen den Bäumen zieht sich ein schmaler Pfad, oft begangen, selten freiwillig. In der Nähe schläft ein Dorf, oder es gibt zumindest vor, zu schlafen. Hinter verriegelten Türen halten Menschen den Atem an, während draußen jemand wacht, der längst Teil ihrer Ordnung geworden ist – gefürchtet, gebraucht, geduldet.
Harte Infos

So spielt man Broken Tales
Überblick
Broken Tales stellt Antagonist:innen ins Zentrum der Erzählung. Die Spielerfiguren agieren innerhalb einer Ordnung, der sie dienen oder von der sie benutzt werden, während sie gleichzeitig eigene Ziele verfolgen. Klassische Heldenreisen spielen keine Rolle. Stattdessen entstehen Geschichten über Selbstbeherrschung, Machtausübung und den Preis von Kontrolle. Moralische Entscheidungen bleiben dabei bewusst ambivalent, denn jede Lösung erzeugt neue Abhängigkeiten.
Regeln
Das Regelsystem ist würfelbasiert und erzählorientiert. Proben werden über Erfolgsstufen aufgelöst, wobei Spieler*innen das Risiko aktiv steuern können. Zusätzliche Erfolge lassen sich erzwingen, erhöhen jedoch die Gefahr eines vollständigen Scheiterns. Ressourcen wie innere Kraft und Verletzungen beeinflussen nicht nur Zahlenwerte, sondern auch die erzählerische Situation. Eine zentrale Rolle spielt das bewusste oder unkontrollierte Entfesseln der dunklen Essenz einer Figur, das kurzfristig enorme Vorteile bringt, langfristig jedoch Kontrollverlust begünstigt.
Abenteuergefühl & Stil
Hier funktionieren Märchen anders. Versprechen sind bindend, auch wenn sie nie laut ausgesprochen wurden. Hilfe verlangt Gegenleistung, und Schutz hat seinen Preis. Wer Macht besitzt, übt sie aus, weil jemand Angst hat, sie zu verlieren. Monster sind kein Bruch der Welt, sondern ihr Fundament. Sie halten das Gleichgewicht, indem sie es verzerren, und bewahren Ordnung, indem sie Schrecken verbreiten. Die Grenze zwischen Beschützer und Bedrohung verläuft nicht zwischen den Figuren, sondern mitten durch sie hindurch. Jeder Schritt hinterlässt Spuren, die sich nicht einfach auslöschen lassen. Dieses Spielgefühl trägt Broken Tales konsequent durch seine Regeln. Die wahre Essenz der Charaktere ist Quelle ihrer Macht, gleichzeitig jedoch ihr größtes Risiko. Je stärker diese dunkle Natur zum Vorschein kommt, desto schwerer wiegen die Folgen. Dadurch entsteht ein Rollenspiel, das Märchenmotive nicht romantisiert oder einfach umkehrt, sondern kritisch zerlegt und neu zusammensetzt.
Typische Spielmomente
Leise eskalierende Verhandlungen, bei denen Macht verschoben wird.
Szenen, in denen Kontrolle ohne offene Gewalt ausgeübt wird.
Momente, in denen die dunkle Essenz einer Figur sichtbar wird.
Entscheidungen, bei denen Ordnung nur durch Opfer bestehen bleibt.
Beispiel-Sitzungsablauf
Eine Sitzung beginnt häufig mit einer Situation, die Kontrolle erfordert. Daraus entwickeln sich Konflikte ohne eindeutige Lösungen. Risiko und Macht werden gegeneinander abgewogen, bis eine Figur ihre dunkle Essenz einsetzt oder bewusst zurückhält. Am Ende steht ein neues Gleichgewicht, das stabil wirkt, aber jederzeit kippen kann.
Wenn ihr bereit seid, Märchen aus der Perspektive ihrer Antagonist:innen zu erleben und Macht nicht als Lösung, sondern als Problem zu begreifen, beginnt eure Reise mit Broken Tales.
Rollen & Charaktertypen
In Broken Tales verkörpern die Spieler*innen bekannte Antagonisten aus klassischen Märchen. Diese Figuren sind keine eindimensionalen Monster, sondern funktionale Bestandteile einer Welt, die ohne sie nicht existieren würde. Die Archetypen beschreiben dabei keine festen Rollen, sondern erzählerische Schwerpunkte.
Der Wolf
Raubtier, Jäger oder Verkörperung des Hungers. Der Wolf steht für Instinkt, Überlegenheit und die ständige Frage, wie viel Kontrolle über die eigene Natur noch möglich ist.
Die Hexe
Macht durch Wissen, Magie oder Einfluss. Die Hexe formt Realität nach eigenen Regeln, während Versprechen, Abhängigkeiten und Konsequenzen ihr eigentliches Werkzeug sind.
Der Trickser
Lügner, Verhandler oder Vertragsbrecher. Diese Figur kontrolliert Situationen durch Worte, Täuschung und Kalkül, wobei Schuld oft erst lange nach der Entscheidung sichtbar wird.
Der Richter
Buhmann, Schreckgestalt oder moralische Instanz. Der Richter erzwingt Ordnung durch Urteil, Strafe und Angst, ohne sich von Mitgefühl leiten zu lassen.
Das Ungeheuer
Verflucht, fremd oder jenseits menschlicher Maßstäbe. Das Ungeheuer existiert außerhalb gesellschaftlicher Normen und stellt jede Ordnung allein durch seine Anwesenheit infrage.
FAQ's - Schnelle Fragen und Antworten
Broken Tales ist ein Dark-Fantasy-Pen-&-Paper-Rollenspiel, in dem Spieler*innen die Bösewichte klassischer Märchen verkörpern.
Im Mittelpunkt stehen Macht, Kontrolle und die Konsequenzen moralisch ambivalenter Entscheidungen.
Die Regeln sind übersichtlich und unterstützen das Erzählen, ohne die Geschichte zu dominieren.
Passende Erweiterungen:
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