Ein narratives Rollenspiel über eine inszenierte Survival-Show, in der Figuren nicht nur ums Überleben kämpfen, sondern auch um Aufmerksamkeit und Einfluss auf die Geschichte.
Fokus
1. Soziale Dynamiken
2. Überleben & Ressourcen
Spielart
Multishot
~Preis
30 €
Story & Charaktere
Cinematic
Survival
Intrigen
Improvisation
Das ist Deathmatch Island
Deathmatch Island ist ein erzählerisches Rollenspiel über eine tödliche Reality-Show. Die Teilnehmenden werden auf eine abgelegene Insel gebracht, beobachtet von Kameras, gesteuert von einer unsichtbaren Produktion. Ziel ist nicht nur das Überleben, sondern auch Aufmerksamkeit, Wirkung und Kontrolle über die eigene Geschichte. Gleichzeitig verschiebt sich die Perspektive: Die Spielenden steuern nicht nur Figuren, sondern auch Elemente der Show selbst. Das System gehört in den Bereich narrativer Indie-Rollenspiele. Es verbindet Survival-Themen mit Medienkritik und Meta-Ebene. Dadurch entsteht ein Spiel, das weniger auf klassische Abenteuerstrukturen setzt, sondern auf Dynamik, Eskalation und bewusste Entscheidungen über Sichtbarkeit und Risiko. Genau deshalb fühlt sich jede Runde anders an, obwohl das Grundkonzept konstant bleibt.
Die Atmosphäre von Deathmatch Island
Die Kameras laufen, auch wenn niemand spricht. Ein leises Klicken, dann blendet ein rotes Licht auf. Aufnahme. Der Dschungel wirkt still, doch die Stille ist konstruiert. Mikrofone hängen zwischen den Ästen, Drohnen ziehen lautlos ihre Kreise. Jede Bewegung zählt, denn sie wird gesehen, bewertet, geschnitten. Ihr wisst, dass irgendwo ein Publikum sitzt, das entscheidet, was spannend ist. Ihr bewegt euch vorsichtig, obwohl Vorsicht hier kaum hilft. Ressourcen sind knapp, Vertrauen ist fragil. Gleichzeitig stellt sich eine andere Frage: Was zeigt ihr von euch? Bleibt ihr im Hintergrund oder spielt ihr für die Kamera? Ein anderer Teilnehmer tritt ins Bild. Ein kurzes Zögern, dann ein Lächeln, das nicht ganz echt wirkt. Ihr wisst beide, was das bedeutet. Nicht jede Begegnung ist ein Kampf. Aber jede Begegnung ist ein Moment. Und genau diese Momente sind es, die zählen.
Harte Infos

So spielt man Deathmatch Island
Überblick
Deathmatch Island kombiniert In-Game-Realität mit Meta-Steuerung. Spielende greifen aktiv in die Show ein, statt nur ihre Figuren zu steuern. Dadurch entsteht eine zweite Ebene, die klassische Rollenspiele oft nicht nutzen.
Gleichzeitig ist das Spiel stark auf Szenen fokussiert. Jede Szene hat Gewicht, denn sie wird als Teil einer inszenierten Geschichte verstanden. Genau deshalb entstehen klare, prägnante Momente statt langer Übergänge.
Regeln
Das System arbeitet mit einfachen, erzählerischen Mechaniken. Würfe oder Entscheidungen bestimmen nicht nur Erfolg oder Misserfolg, sondern auch Sichtbarkeit und Einfluss.
Wichtige Elemente sind Kontrolle über Szenen und Fokus, Einfluss auf Dramaturgie sowie Ressourcen wie Aufmerksamkeit oder Position. Eskalation entsteht durch Entscheidungen, nicht allein durch Zufall.
Dadurch entsteht ein Spielfluss, der weniger taktisch, aber strategisch im erzählerischen Sinn funktioniert.
Abenteuergefühl & Stil
Deathmatch Island legt den Fokus auf Kontrolle über Erzählung und Wahrnehmung. Das Spiel funktioniert nicht wie ein klassisches Kampfsystem, sondern über Entscheidungen, die Konsequenzen auf mehreren Ebenen haben. Figuren handeln innerhalb der Welt, während die Spielenden gleichzeitig Einfluss auf Dramaturgie und Inszenierung nehmen. Das erzeugt eine doppelte Spannung: Einerseits geht es um das unmittelbare Überleben auf der Insel. Andererseits geht es darum, wie diese Geschichte erzählt wird. Dadurch entstehen Szenen, die bewusst gesteuert wirken, ohne ihre Unsicherheit zu verlieren. Das System eignet sich besonders für Gruppen, die mit Perspektiven spielen wollen. Es fordert aktive Entscheidungen und belohnt bewusstes Risiko. Gleichzeitig bleibt es zugänglich, weil die Regeln auf narrative Klarheit statt auf Komplexität setzen.
Typische Spielmomente
Ein Gespräch kippt und wird zur Schlüsselszene
Ressourcen gehen aus, während Kameras weiterlaufen
Bündnisse entstehen und zerbrechen schnell
Eine Figur entscheidet sich bewusst für Drama statt Sicherheit
Rollen & Charaktertypen
Es gibt keine klassischen Rollen, aber am ehesten würde dieses zutreffen:
Die Favoritin
Steht im Fokus der Show. Bekommt Aufmerksamkeit, aber auch Druck. Jeder Fehler wird größer als bei anderen.
Der Strippenzieher
Baut Allianzen, lenkt Gespräche und bleibt dabei oft im Hintergrund. Kontrolle entsteht durch andere, nicht durch direkte Konfrontation.
Die Außenseiterin
Gehört zu keiner festen Gruppe. Wird unterschätzt, hat aber die Freiheit, unerwartet zu handeln.
Der Publikumsliebling
Spielt bewusst für die Kamera. Sammelt Aufmerksamkeit und Sympathie, was direkte Auswirkungen auf den Spielverlauf haben kann.
Die Unberechenbare
Handelt impulsiv oder widersprüchlich. Schwer einzuordnen, deshalb gefährlich für jede Planung.
Der Überlebenskünstler
Fokussiert sich auf Ressourcen, Timing und das richtige Risiko. Bleibt oft länger im Spiel als auffälligere Figuren.*
Mechanische Hinweise:
Szenen werden als komplette Konflikte aufgelöst statt als einzelne Aktionen. Alle Spielenden würfeln gleichzeitig, danach wird das Ergebnis gemeinsam narrativ ausgespielt.
Das System reduziert Regelunterbrechungen stark und sorgt für hohen Spielfluss. Gleichzeitig verteilt es Spotlight gleichmäßig und erlaubt kooperative wie kompetitive Szenen.
Zentrale Meta-Mechaniken sind „Confessionals“ (nachträgliche Erzählung), „Theory Crafting“ (gemeinsames Deuten der Spielwelt) und Ressourcen wie Follower oder Vertrauen.
FAQ's - Schnelle Fragen und Antworten
Teilweise. Konflikte zwischen Figuren sind zentral, aber nicht zwingend gewalttätig.
Nicht zwingend. Viele Elemente werden gemeinsam gesteuert.
Eher für kurze, intensive Spielphasen statt lange Kampagnen.
Niedrigschwellig, mit Fokus auf Erzählung statt Regeloptimierung.
Passende Erweiterungen:
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