
Mystery & Sci-Fi
Tales from the Loop
Ermittelt als Kids in einer alternativen 80er-Welt voller seltsamer Maschinen, verschwiegener Erwachsene und lokaler Geheimnisse rund um den „Loop“.
Das ist Tales from the Loop
Tales from the Loop ist ein Pen-&-Paper-Rollenspiel über Kinder und Jugendliche, die in einer Version der 1980er Jahre leben, die es so nie gab: Robotik, Anti-Grav-Technik und seltsame Forschungsprojekte gehören zum Alltag, während Erwachsene vieles verdrängen oder nicht sehen wollen. Ihr spielt Kids, die neugierig bleiben, Fragen stellen und dadurch in Mysterien hineingeraten, die mit dem „Loop“ zusammenhängen – einer gigantischen Forschungsanlage, deren Experimente Spuren in Landschaft, Maschinen und Menschen hinterlassen. Das Spiel legt den Fokus auf Ermittlung, Beziehungen, Alltagssorgen und die besondere Perspektive junger Figuren.
Atmosphäre & Stil
Der Radweg hinter den letzten Häusern ist leer, trotzdem klingt etwas Metallisches aus dem Wald – als würde dort jemand alte Bleche gegeneinander drücken. Zwischen Birkenstämmen steht ein verrosteter Zaun, dahinter flackert ein Warnlicht, das eigentlich längst abgeschaltet sein müsste. Ihr kennt das Geräusch der Stromleitungen, doch dieses Summen ist anders: tiefer, unruhiger, fast wie ein Herzschlag unter der Erde. In der Ferne ragen die Kühltürme des Loop in den Abendhimmel, und auf dem Schrottplatz nebenan liegt ein Stück Maschine, das keiner offiziell vermisst. Erwachsene sagen, das sei alles „Industrie“ und „nicht euer Ding“. Genau deshalb fühlt es sich an wie euer Ding.
Spielstil-Kompass
Wohin zeigt der Kompass von Tales from the Loop? Die vier Himmelsrichtungen zeigen, worauf das System hinsteuert – von 0 (kein Fokus) bis 5 (zentral). Die Nadel weist in die dominante Richtung.
So spielt man Tales from the Loop
Überblick
Tales from the Loop ist konsequent auf Mystery, Perspektive und Szene-Dramaturgie gebaut. Dadurch spielt es sich schnell, filmisch und stark beziehungsorientiert.
- Kids im Mittelpunkt: Ihr spielt 10–15-Jährige, Erwachsene sind oft „out of reach“.
- Setting-Doppelung: Zwei große Kampagnen-Schauplätze (Schweden/Mälaren-Inseln und ein US-Setting bei Boulder City, Nevada).
- Mysterien statt Dungeon: Hinweise finden, Theorien testen, Konsequenzen tragen.
- Alltag zählt: Schule, Familie, Freundschaften sind keine Deko, sondern Treiber der Geschichte.
- Gefahr ohne „Totalverlust“: Das Spiel betont, dass Kids nicht sterben, aber sehr wohl scheitern, leiden oder „broken“ sein können.
Regeln
Regelbasis ist die Year-Zero-Engine in einer schlanken, schnellen Ausprägung: Proben werden als W6-Dice-Pool gewürfelt, und eine 6 zählt als Erfolg.
- W6-Pool: Attribut + Fertigkeit ergeben den Würfelpool; 6en sind Erfolge.
- Push: Ihr könnt Würfe „pushen“, nehmt dafür in Kauf, euch Zustände einzuhandeln.
- Conditions & Broken: Zustände erschweren Handlungen; zu viele Zustände führen zu „Broken“, bis ihr euch erholt.
- Anchor & Hideout: Beziehungen und sichere Orte sind regelrelevant, weil sie Erholung und Stabilität ermöglichen.
- Extended Trouble: Für Showdowns gibt es Gruppenproben mit „Threat Level“, sodass ein Finale wie eine Serienfolge eskaliert.
Typische Spielmomente
Das Spiel lebt von Kontrasten: Normaler Alltag kippt in außergewöhnliche Entdeckungen, und genau dadurch entsteht Tempo.
- Ihr schleicht nach dem Unterricht zum umzäunten Gelände, weil dort etwas „gesungen“ hat.
- Ein Streit mit Eltern oder Lehrkräften wird zum Hindernis, während die Uhr für das Mysterium tickt.
- Ihr findet ein Stück Technik, das nicht existieren dürfte – und merkt, dass euch jemand beobachtet.
- Im Showdown zählt jede Entscheidung: Erfolg, Kompromiss oder harte Konsequenzen – aber die Welt glaubt euch trotzdem nicht.
Rollen & Charaktertypen
Charaktere sind Kids mit klaren Archetypen, Problemen und Beziehungen. Das Regelwerk arbeitet explizit mit Rollenbildern wie „Bookworm“ oder „Troublemaker“, die sofort Spielgefühl erzeugen.
- Der Bookworm: Kombiniert Wissen, Beobachtung und Mustererkennung – und merkt zuerst, wenn etwas „nicht passt“.
- Der Troublemaker: Geht Risiken ein, testet Grenzen und bringt Bewegung in Szenen, in denen andere zögern.
- Der Jock / Sports Ace: Körperlich präsent, loyal, manchmal ungeduldig – ideal, wenn aus Recherche eine Verfolgung wird.
- Der Popular Kid: Netzwerker:in mit Zugang zu Gerüchten, Gruppen und sozialen Hebeln, während andere vor verschlossenen Türen stehen.
- Der Weirdo: Außenseiter:in mit Blick für das Seltsame, oft näher an den Phänomenen des Loop als allen lieb ist.
Actual Plays
So spielt sich Tales from the Loop tatsächlich am Tisch – je eine ausgewählte Runde auf Deutsch und Englisch zum Reinschauen. Falls vorhanden.
Weitere Links
Verlag
Free League Publishing (Englisch)
Das englische Original „Tales from the Loop: Roleplaying in the ’80s That Never Was“ erscheint 2017 beim schwedischen Verlag Free League Publishing, bekannt für Atmosphäre zuerst – Spielwelten mit Gewicht, Konsequenzen und Charakter..
Uhrwerk Verlag (Deutsch)
Die deutsche Ausgabe erscheint 2022 beim Verlag Uhrwerk Verlag, bekannt für Deutschsprachige Rollenspiele mit persönlichem Verlagsprofil – getragen von einer starken Einzelperson..
Passende Erweiterungen
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Häufige Fragen zu Tales from the Loop
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